Das Leben auf der Erde
Geschichte
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Erde von einem menschengemachten Klimawandel verändert. Dieser wurde 2016 abgeschwächt, als die Temperatur auf einmal wieder vorindustrielle Werte annahm. Dies führte dazu, dass die Menschen ihre Bemühungen, den Klimawandel zu stoppen, abrupt einstellten.
Bis zum Jahr 2050 wurde vor allem in den Entwicklungsländern verstärkt auf fossile Brennstoffe gesetzt, die Bevölkerung wuchs auf 12 Milliarden an und der CO2-Anstieg wurde höher als je zuvor. Viele Länder sahen keine Sonne mehr durch die Luftverschmutzung.
Die erhöhte Bevölkerung führte aber auch zu einer stärkeren Umweltverschmutzung und einem höheren Energiebedarf.
Während 2030 der erste Fusionsreaktor in Betrieb ging, gab es noch immer einige Probleme damit. Ab 2050 konnten gut 80% des weltweiten Energiebedarfs mit Fusionsenergie gedeckt werden, allerdings nur in den Industrieländern. Die wenigsten Länder konnten sich einen solchen Reaktor leisten, und es entstanden Energiekriege.
Der erste Energiekrieg
Der erste Energiekrieg brach 2065 aus, nachdem die Entwicklungsländer im Müll der Industrieländer versanken und ihre Vorräte an Energie völlig erschöpft waren. Die Entwicklungsländer wollten sich nicht länger ausbeuten lassen und schritten zur Gewwalt, wobei viele Menschen ums Leben kamen. Ein Fusionsreaktor im Süden der USA wurde dabei von Terroristen zerstört. Danach wurden die Sicherheitsvorkehrungen um ein Vielfaches erhöht – Entwicklungsländer wurden zu Ghettos gemacht, dennoch gab es mehrere Flüchtlingswellen, wobei viele der Flüchtlinge den Tod fanden. Diverse globale Menschenrechtsaktivisten setzten sich gegen die Abgrenzung von Entwicklungsländern aus, doch sie scheiterten. Für eine friedliche Verhandlung war es bereits zu spät.
Das eine Problem führte zum anderen. Durch die Streiks der Entwicklungsländer, gingen den Industrieländern Ressourcen und Waren aus. China boykottierte die Industriestaaten und die meisten Entwicklungsländer schlossen sich dem asiatischen Land an. Viele andere wurden einfach gewaltvoll übernommen. Die Industriestaaten, namentlich vor allem USA und Europa, versuchten, mit Waffengewalt ihre Fabriken zurück zu erobern, wobei es zahlreiche Verluste gab und viele Länder verwüstet und atomar verseucht wurden.
Der Krieg legte sich nach fünf Jahren im Jahr 2070. Man einigte sich auf einen Waffenstillstand, nachdem die Population um nahezu eine Milliarde Menschen reduziert worden war. Doch hielt dieser Zustand nur temporär an.
Die Umstände, insbesondere auf dem afrikanischen und südamerikanischen Kontinent verschlimmerten sich mit der wieder steigenden globalen Wärme in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts. Die Entwicklungsländer klagten die Industriestaaten, dass die Fusionsreaktoren dazu beitragen würden, sie verlangten ihre Abschaltung. Das war jedoch nicht mehr möglich, da die fossilen Brennstoffe längst ausgegangen waren.
Der zweite Energiekrieg
Der zweite Energiekrieg brach 2076 aus und war ein globaler. Europa stellte sich auf die Seite der USA. Nun begannen auch Leute aus anderen Ländern zu flüchten, da sich die Umstände in den anderen Ländern rapide verschlechterten. Vor allem Wissenschaftler aus vielen Ländern zog es in die Vereinigten Staaten, wo sie sich ein neues Leben aufbauten.
Aufgrund der steigenden Umweltverschmutzung und Ressourcenmangels musste Asien das Land erweitern. Der gesamte australische Kontinent wurde von China beschlagnahmt, China unterlag einer völligen Verwüstung durch giftige Gase und Müll. Das Land wurde vollständig evakuiert.
Die australische Bevölkerung wurde vertrieben oder getötet. Der Krieg wütete vor allem über dem pazifischen Ozean, wobei auch Hawaii fiel. Es wurde jedoch nicht von China zerstört, sondern versank durch die steigenden Meeresspiegel im Wasser.
Auch weite Teile Europas, Afrikas und Amerikas versanken im Wasser. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle natürlichen Süßwasservorkommen auf der Erde verseucht. Wasser konnte nur noch chemisch aufbereitet getrunken werden, somit hatten nur Industriestaaten Zugang zu reinem Wasser.
Dies führte dazu, dass seit 2086 weltwelt immer wieder Krisenherde aufkamen. Menschen starben an Wasservergiftung und kämpften um jeden Tropfen Regenwasser. Doch selbst Regenwasser war sauer und führte zu Vergiftungen, wenn es getrunken wurde.
Daraus entstand eine internationale Organisation namens
ION (International Observation Network), Wissenschaftler auf der ganzen Welt, die zusammenarbeiten um den Zustand der Erde zu erfassen und zu dokumentieren.
HELIUM
Diese Umstände führten dazu, dass die NASA schließlich an einem Projekt B arbeitete. Sie versuchten, endlich einen neuen Planeten zu finden, um die Menschheit zu retten – oder zumindest einige. Doch bisher war ihnen trotz der Fusionsreaktoren nicht gelungen, einen Antrieb zu entwickeln, der schneller oder auch nur annähernd so schnell wie das Licht war.
Erst der britische Physiker Jake Lennon schaffte es, eine Energiequelle zu finden, die es ermöglichte, einen Antrieb zu bauen, der viel schneller war als alles, was jemals existiert hat. Daraufhin entwickelte sich die Raumforschung rapide weiter. Im Jahr 2098 wurde in Zusammenarbeit mit japanischen Forschern der Universität Nagoya ein Antrieb entwickelt, der in nur zwei Monaten das Ende des Sonnensystems erreichen konnte – noch lange nicht schnell genug, um das System zu verlassen, aber ein Anfang, auf den man bauen konnte.
Doch Jake stellte eine Bedingung – sein Sohn sollte Captain dieses Schiffes werden. Denn er offenbarte die Existenz von außerirdischen Lebens, auf das seine Erfindung angewiesen war um zu funktionieren. Dies stieß auf heftige Aufschreie und Kritik, doch die Menschheit hatte nichts mehr zu verlieren.
Daraufhin startete die NASA ein neues Projekt namens HELIUM (High Energy Laboratory for Investigation and experimental confinement of Unusual Matter) um die fremde Lebensform zu erforschen. Trotz der Forderungen des Leiters, den Außerirdischen für experimentelle Zwecke zu verwenden, weigerte sich der NASA General, diesen herzugeben, da er für das Schiff benötigt wurde.
Jake wollte den Antrieb selbst weiter entwickeln, doch er war bereits schwach, litt er doch an einer Muskelschwäche. Er musste sich beeilen. Das Raumschiff flog unter der Leitung seines Sohnes Jonathan Lennons zur Sonne, um dort weitere Daten zu sammeln, die Jake nach eigenen Angaben brauchte, um den Antrieb weiterzuentwickeln – als es zurückkam, war der berühmte Forscher jedoch tot.
Weiteren Wissenschaftlern, unter anderem dem aufstrebenden Plasmaphysiker Dr. Yarden, gelang es, den Antrieb anhand der Aufzeichnungen Lennons und der Daten fertigzustellen.
Die Reise zum Rand des Sonnensystems musste jedoch jäh unterbrochen werden, als es Probleme auf der Erde gab. Einige Menschen glaubten an eine außerirdische Invasion und wollten das Raumfahrtprojekt stoppen. Es stellte sich heraus, dass auch ein Cub'ani auf der Erde war, der einen Senator übernommen hatte und das Raumfahrtprojekt sogar sponserte. Nachdem die Gefahren beseitigt waren, konnte das Schiff endlich mit dem fertigen Antrieb starten.
Der gefangene Außerirdische wurde an HELIUM überwiesen, die nun endlich ein Subjekt für ihre Forschungen bekamen.
Es gab nur noch ein Problem für das Raumfahrtprojekt. Der Außerirdische, der für den Betrieb des Schiffes zuständig war, war entkommen.
Jonathan Lennon musste sich einigen Gerichtsverfahren stellen, doch konnte er seine Unschuld am Ende beweisen. Es wurde daran geforscht, den Antrieb ohne die Energie des außerirdischen Wesens zu betreiben, doch sie scheiterten daran.
Während die Umstände auf der Erde immer problematischer wurden, wurde Jon gezwungen, den Außerirdischen wieder zurück zur Erde zu rufen. Nur mit seiner Hilfe konnten sie den neuen Antrieb, der viel schneller als das Licht sein sollte, einsetzen.
Unter dem Titel
Plasma Fusion Project wurden schließlich die besten Astronauten und Wissenschaftler gesammelt, um die Mission in ein nahegelegenes Sternsystem zu starten. Die erste Mission war für 2105 geplant, musste allerdings aus technischen Gründen verschoben werden. Zwei Jahre später soll sie nun tatsächlich stattfinden – mit dem Außerirdischen Ze'rax, der dem Schiff seine Energie leiht und es kontrolliert.
Heutiger Zustand
Heute lebt die Menschheit gespalten. Während die Industriestaaten – vor allem die USA und Europa – mit weit fortgeschrittener Technik vergleichsweise im Luxus leben, haben die Menschen in den restlichen Kontinenten kaum eine Chance. Die Lebenserwartung ist auf vierzig Jahre gesunken. Es gibt kaum Nahrung, kein sauberes Wasser und nur schlechte medizinische Versorgung.
Da es immer wieder Übergriffe von Terroristen oder Verzweifelten gibt, sind die Sicherheitsvorkehrungen immens gestiegen. Während eine globale Todesstrafe eingeführt wurde, sind die Grenzen stark bewacht. Auch innerhalb des Landes wird fast alles videoüberwacht und überall zeigt das Militär Präsenz.
Die Technik in den Industriestaaten ist außerdem um einiges gestiegen. Autos fahren ausschließlich mit Elektromotoren. Bildschirme wurden größtenteils von Holografen, ebenfalls eine Erfindung Dr. Lennons, ersetzt. Sie sind heute schon in fast jedem Haushalt eingebaut. Mobile Telefonie verfügen weiterhin über einen Bildschirm, haben jedoch zusätzlich einen Projektor eingebaut. Das Telefon kann somit auf einen Tisch gelegt werden zum Telefonieren, wobei es den Telefonierenden aufnimmt und gleichzeitig ein Hologramm des Gesprächspartners auf die gegenüberliegende Seite projiziert.
Es gibt spezielle Androiden, die einfache und unangenehme Arbeiten erledigen können. Diese Roboter sehen aus wie Menschen, da ihre Technik von einer Schicht aus echter Haut überzogen ist, die künstlich hergestellt wurde.
Alle Menschen in Industriestaaten erhalten standartmäßig einen Chimp ins linke Handgelenk implantiert, auf dem medizinische und persönliche Daten gespeichert sind, die im Notfall ausgelesen werden können. Der Chip funktioniert auch gleichzeitig als Bezahlmöglichkeit. Damit wird auch gleichzeitig ausgeschlossen, dass Flüchtliche in den Industriestaaten etwas kaufen, da sie über keinen solchen Chip verfügen und somit sofort auffallen würden.
Auch die medizinische Technik hat sich entwickelt. Es gibt Implantate, um Diabetes zu bekämpfen, Fehlsichtigkeit gehört der Vergangenheit an – die künstlichen Linsen können sogar noch mit speziellen Funktionen wie Zoom, Nachtsicht oder UV-Schutz verbessert werden. Man kann sich zahlreiche Sensoren implantieren lassen, um die eigenen Empfindungsfähigkeiten zu stärken. Auch Prothesen sind mittlerweile sehr gut und alltagstauglich.
Die größte Gefahr stellt nach wie vor Krebs dar. AIDS wurde zwar aus den Industriestaaten beinahe verbannt, aber ist in den Entwicklungsländern dafür umso verbreiteter – ein weiterer Grund, wieso den Menschen in den Industriestaaten der Kontakt zu Entwicklungsländern verboten ist. Urlaub kann dementsprechend auch nur in zugelassenen Ländern gemacht werden, und es gibt keine Flüge in Entwicklungsländer.