Cub'ani
Allgemeines
Die Existenz von anorganischem Leben ist einigen wenigen Menschen auf der Erde seit 2098 bekannt, als Dr. Jake Lennon einen Antrieb entwickelte, der die Essenz eben dieser Wesen benötigt, um ein Raumschiff anzutreiben.
Bis zum Jahr 2016 existierten tausende dieser Wesen unter der Erde. Einige Menschen erinnern sich möglicherweise noch an mehrere gigantische Blitze, die aus den Vulkanen der Erde in den Himmel schossen – damals haben alle Cub'ani die Erde ein für alle Mal verlassen (mit Ausnahme einiger, die sich in wenigen Menschen auf der Erde gehalten haben und ein unbekanntes Dasein fristen).
Physikalische Eigenschaften
Cub'ani sind Wesen aus Plasma und elektrischer Energie, die üblicherweise in Sternen entstehen. Sie bestehen aus ionisiertem Gas, wobei der Ionisierungsgrad des Plasmas entscheidet, ob das Wesen männlich oder weiblich ist. Ein höherer Ionisierungsgrad (positiv geladen) sorgt für ein weibliches, ein niedrigerer Ionisierungsgrad (negativ geladen) für ein männliches Bewusstsein. Somit sind weibliche Cub'ani um einiges stärker als männliche. Geschlechterzugehörigkeit ist nicht zu vergleichen mit der der biologischen Wesen, da sie sich nicht geschlechtlich fortpflanzen. Es sind mehr oder weniger zwei verschiedene Arten von Cub'ani, wobei üblicherweise viele männliche um ein weibliches geschart sind.
Als Wesen aus höchster Energie bestehend sind Cub'ani überaus gefährlich. Während kleine Cub'ani mit geringer Masse nur die Größe einer größeren Plasmakugel besitzen, können besonders mächtige, insbesondere positiv geladene bzw. weibliche Exemplare auch die Ausmaße einer Gewitterwolke annehmen. Ihre Formen sind vielfältig und hängen von mehreren Faktoren ab – die Gase, aus denen sie bestehen, bestimmten die Farbe, in der sie leuchten (üblicherweise weiß, blau oder blass violett), die Menge an Energie bestimmt ihre eigentliche Form – ihr Kern ist eine glühende Kugel in der Mitte, von der mehrere Blitze, vergleichbar mit Tentakeln, ausgehen.
Sie besitzen einen schwachen Schatten, der kaum wahrnehmbar ist, da ihre eigene Leuchtkraft ihn meist überstrahlt.
Cub'ani können nicht auf der Oberfläche von Gesteinsplaneten existieren, da die Anwesenheit von fester Materie ihren Plasmazustand gefährdet. Sie brauchen dort daher eine konstante Energiezufuhr, um nicht eines Energietodes zu sterben. Das Innere von Planeten bietet daher einen guten Rückzugsort. Mit ihrer enormen Hitez können sie das Gestein zum Schmelzen bringen und sich von der geothermischen Energie im flüssigen Eisenkern ernähren, auch Jahrmillionen lang. Der Aufenthalt auf der Oberfläche kann sie jedoch binnen weniger Stunden töten, sofern sie sich nicht von Blitzen oder anderen Formen der Energie ernähren – die Fusionskraftwerke auf der Erde haben daher einige Cub'ani angezogen.
Der Kontakt mit einem Cub'ani ist jedoch für die meisten Lebenwesen tödlich, da es sie verbrennt. Auch Stahl schmilzt bei Berührung, sodass sie eine Spur der Verwüstung hinter sich lassen, solange sie in ihrer reinen Form sind.
Es gibt jedoch bestimmte Menschen, die magiebegabt sind, die teilweise immun gegen ihre zerstörerische Essenz sind, und sie sogar in sich aufnehmen können. Dabei wird zwar das Bewusstsein des Menschen zerstört, aber der Körper kann viel länger leben. Er verliert dabei die biologischen Funktionen fast völlig, muss jedoch nach wie vor essen, trinken und schlafen.
Solange ein Cub'ani in einem menschlichen Körper ist, ist es außerdem immun gegen äußere Energieverluste und kann sich auf der Oberfläche frei bewegen. Es benötigt zwar immer noch Energie, jedoch viel weniger als es normalerweise brauchen würde. Diese Energie kann bereits aus Quellen mit wenig Elektrizität gewonnen werden, in etwa Steckdosen oder andere Cub'ani.
Da der menschliche Körper aber nur begrenzt viel elektrische Energie in sich aufnehmen kann, zerreisst die biologische Hülle, wenn der Cub'ani zu groß ist, mit der Zeit. Dann benötigt er einen neuen Körper. Es macht sich durch kleine Risse in der Haut, durch welche das weiße Plasma durch leuchtet, bemerkbar.
in einem menschlichen Körper verspüren Cub'ani zwar auch die Schmerzen ihres Wirtskörpers, jedoch können sie nicht sterben. Stirbt der Körper, werden sie einfach freigesetzt in ihre richtige Form.
Cub'ani besitzen eine strenge Hierarchie sowie Instinkte, die den physikalischen Gesetzen von Plasma unterliegen. Üblicherweise fühlen sich Cub'ani von hoher Energie angezogen, sodass sie meistens in Sternen leben und diese auch nur in Ausnahmefällen verlassen. Sie können nur eines Energietodes sterben, bei welchem ihre Substanz den Plasmazustand aufgrund von Energiemangel verliert und somit ihr Bewusstsein aufhört zu existieren. Das ist die einzige Form des Todes, die sie wirklich fürchten – da Cub'ani normalerweise nicht in der Lage sind, ein Sternsystem zu verlassen, sind sie auf die Energie ihres Sternes angewiesen. Stirbt dieser, so sterben auch sie. Jedoch werden sie trotzdem mehrere Milliarden Jahre alt.
Evolution (Zar'a'xal und Var'a'xalai)
Sie pflanzen sich nicht in dem Sinne wie organische Wesen fort. Da sie Zeit ihres Lebens Energie anhäufen, wird ihre Masse irgendwann zu groß, und sie spalten sich – das nennt sich Zar'a'xal, oder auch Bewusstseinsspaltung. Dabei teilen sie ihr Bewusstsein und ihre Masse vergleichbar mit der Teilung von Einzellern. Das dann entstandene zweite Wesen verhält sich zunächst wie ein Klon, doch nach einigen Wochen der Trennung vom Hauptbewusstsein entwickelt es ein eigenes Leben und kann sich auch gegen das Hauptbewusstsein wenden. Dadurch entwickeln sie sich aber weiter.
Üblich ist auch die Fusion, oder auch Var'a'xalai genannt, wobei zwei Bewusstseine freiwillig oder unfreiwillig miteinander verschmelzen. Dominiert wird die Fusion dabei nach den Gesetzen der Physik von dem Wesen mit der höheren Energie. Das zweite Bewusstsein wird dabei ausgelöscht und lebt nur noch latent in dem anderen weiter. Dies ist jedoch die übliche Variante, und die meisten nehmen es gerne in Kauf, da sie somit stärker werden. Den Cub'ani bedeutet ihr eigenes Bewusstsein nicht so viel, wie den organischen Lebewesen, deswegen verstehen sie biologisches Leben auch nicht und es gibt immer wieder Konflikte, sollten die beiden Lebensformen einander begegnen.
Fähigkeiten
Zu den Fähigkeiten eines Cub'ani gehören elektrische Blitze aussenden, Feuer entfachen und Gesteine schmelzen. Ihre Kräfte werden nur von der Menge an Energie, die sie zur Verfügung haben, begrenzt.
Defensive Fähigkeiten umfassen das Erzeugen eines Magnetschildes, welches sie auch bei einer Fusion vom anderen Cub'ani trennen kann. Die Schilde sind vergleichsweise schwach und nicht mit den elektromagnetischen Feldern in einem Fusionsreaktor vergleichbar, es hält jedoch ihr Plasma zusammen.
Cub'ani besitzen die Fähigkeit, von außen in das menschliche Gehirn einzudringen und dessen elektrische Ströme zu überschreiben (Cor'a'xal). Sie können die Erinnerungen eines Menschen löschen, sodass dieser nicht einmal mehr weiß, was er gesehen hat.
Meistens, wenn sie ihre Fähigkeiten einsetzen oder Gefühle zeigen (die sie erst durch die Inbesitznahme eines menschlichen Körpers so erlernen), leuchten ihre Augen in weißem Plasma. Dabei tritt ein Teil ihrer Substanz nach außen. Die Augen sind der Punkt, durch die ihre Substanz auch in andere Wesen dringen kann, wenn sie einen Körper in etwa wechseln.